Zweckverband Klärschlammverwertung Steinhäule
Der Zweckverband hat die Aufgabe, den in Kläranlagen der Verbandsmitglieder anfallenden Klärschlamm ordnungsgemäß thermisch zu verwerten und die aus der thermischen Verwertung anfallenden Rückstände nach den gesetzlichen Vorgaben der neuen, bundesweit ab 2029 in Kraft tretenden, Klärschlammverordnung zu verwerten.
Die neue Verordnung verpflichtet Betreiber von Kläranlagen unter anderem, die Rückgewinnungsquote von dem im Klärschlamm enthaltenen Phosphor deutlich zu erhöhen. Phosphor ist eine knapper und zugleich nicht ersetzbarer Rohstoff, der für die Nahrungsmittelproduktion unverzichtbar ist. Berechnungen zufolge kann das im Klärschlamm enthaltene Phosphat rund 40% der deutschen Rohphosphatimporte ersetzen. Nur durch eine Monoverbrennung oder Monovergasung des Schlammes kann das enthaltene Phosphat in der Asche zu mehr als 90 % wiedergewonnen werden. Für den Prozess sind Anlagen einer bestimmten Mindestgröße erforderlich.
Deshalb haben sich Städte und Gemeinden aus der Region im neuen „Zweckverband Klärschlammverwertung Steinhäule“ zusammengefunden.
Verbandsvorsitzender ist Oberbürgermeister Martin Ansbacher.
Vertreter der Gemeinde:
Bürgermeister Michael Knoll
Weitere Informationen
Zweckverband Klärwerk Steinhäule
Die Kläranlage Steinhäule umfaßt eine Fläche von 24 Hektar. Das Abwasser von rund 440.000 Einwohnerwerte im Einzugsgebiet des Zweckverbands Klärwerk Steinhäule fließt täglich durch die Kanalisation in das Klärwerk an der Donau.
Eine Wassermenge von rund 80.000 bis 150.000 m³ ist pro Tag zu reinigen. Rund 50 Prozent davon stammen aus Industrie und Gewerbe. Beim Klärprozeß fallen täglich ca. 20 – 40 Tonnen Schlamm (Trockensubstanz) an, die der thermischen Verwertung zugeführt werden.
Der Reinigungsprozeß vom Abwasserzulauf bis zum Ablauf des geklärten Wassers dauert rund zehn Stunden. Zum Vergleich: Die Donau würde dazu mit ihren Selbstreinigungskräften etwa zehn Tage benötigen.
Verbandsmitglieder sind folgende Städte/Gemeinden:
- Stadt Ulm
- Stadt Neu-ulm
- Stadt Senden
- Stadt Blaubeuren
- Gemeinde Blaustein
- Gemeinde Dornstadt
- Gemeinde Illerkirchberg
- Gemeinde Staig
- Gemeinde Berghülen
- Gemeinde Schnürpflingen
- Gemeinde Illerrieden
Verbandsvorsitzender ist Oberbürgermeister Gunter Czisch
Vertreter der Gemeinde:
Bürgermeister Michael Knoll